SuperHink und SuperHink Student Edition: Nachhaltige Natursteinprojekte gewinnen!

SuperHink und SuperHink Student Edition: Nachhaltige Natursteinprojekte gewinnen!

Unser mittlerweile etablierte Architekturpreis rückt auch in der vierten und deutlich vergrösserten Ausgabe herausragende Natursteinprojekte ins Rampenlicht und zeigt, wie vielseitig, hochwertig und nachhaltig Naturstein eingesetzt werden kann. Neben dem Classic-Preis wird beim SuperHink 2027 erstmals die SuperHink Student Edition vergeben. Der Nachwuchspreis richtet sich an Architekturstudierende, deren Projekte Naturstein ein besonderes Gewicht geben. Unterstützt wird die neue Kategorie von der ETH Zürich.

Architekten, Landschaftsarchitekten und Architekturstudenten können jetzt ihre Architektur- bzw. Studentenprojekte einreichen und damit Teil des SuperHink 2027 werden. Die Jury vereint erfahrene Expertise aus Architektur, Landschaftsarchitektur und Naturstein. Prof. Dr. Marc Angélil, Daniel Ganz, Markus Lüscher, Luigi Gioiello und Jan Müller beurteilen unter anderem Nachhaltigkeit, Konstruktion, Materialwahl, Detailqualität und die Einbindung des Natursteins in das Gesamtkonzept.
 

Sind Sie bereit für den SuperHink 2027? Eingabeschluss ist Ende Januar.

Je früher Ihre Projekteingabe erfolgt, desto länger bleiben Sie im Rennen. Hier geht’s zur Projekteingabe:

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Mit seiner Nachhaltigkeits-Charta setzt der SuperHink konsequent ein Zeichen für eine verantwortungsvolle Baukultur. Naturstein überzeugt dabei als langlebiges Material mit hohem ökologischem und gestalterischem Wert. Welche Rolle die Langlebigkeit in der Praxis spielt, wird am Beispiel von Natursteinfassaden besonders deutlich (s. nachfolgendes Interview).
 

Interview mit Fassadenprofi Hanspeter Kuster: Fassaden als bleibender Wetterschutz.
Worauf es bei Materialwahl, Konstruktion und Detailausbildung ankommt, erklärt Fassadenprofi Hanspeter Kuster im Interview.

  • Was macht eine Natursteinfassade für Sie zu einem bleibenden Wetterschutz? Und woran erkennen Bauherren, dass sie mehr leistet als reine Optik?

Naturstein ist ein langlebiger Baustoff, der bei richtiger Materialwahl und fachgerechter Konstruktion über Generationen bestehen kann. Im Gegensatz zu beschichteten Fassadenoberflächen benötigt er in der Regel keine regelmässige Erneuerung einer Schutzschicht. Entscheidend ist jedoch das Zusammenspiel von Gestein, Verarbeitung und Konstruktion. Bauherren sollten deshalb nicht nur auf die Oberfläche achten, sondern auch auf die Materialeigenschaften, die Befestigung und die Details der Wasserführung. Eine gute Natursteinfassade überzeugt nicht nur am ersten Tag, sondern auch nach Jahrzehnten.

  • Wie verbinden Sie bei Sanierungen eine originalgetreue Erhaltung mit dem Ziel, die Fassade für die nächsten 50 bis 100 Jahre wetterfest zu machen?

Am Anfang steht eine sorgfältige Bestandsaufnahme. Wir beurteilen den Zustand des Natursteins, die Wasserführung, die Fugen und allfällige Verankerungen. Intakte historische Substanz soll möglichst erhalten bleiben. Wo ein Ersatz notwendig ist, verwenden wir nach Möglichkeit dasselbe oder ein hinsichtlich Eigenschaften und Erscheinungsbild geeignetes Gestein. Bearbeitung und Oberfläche stimmen wir auf den Bestand ab. Gleichzeitig prüfen wir die konstruktiven Details und passen diese dort, wo es erforderlich und denkmalpflegerisch vertretbar ist, an heutige Anforderungen an. So bleibt der ursprüngliche Charakter erhalten, während die Voraussetzungen für einen langfristigen Schutz verbessert werden.

  • Sie produzieren Fassadenplatten häufig im eigenen Werk und montieren sie selbst. Welche Details in Planung, Fugenbildung und Hinterlüftung entscheiden darüber, ob eine Natursteinfassade tatsächlich dauerhaft schützt?

Die Dauerhaftigkeit entscheidet sich häufig in den Details. Wasser muss kontrolliert ablaufen können, und die Konstruktion muss so aufgebaut sein, dass Feuchtigkeit wieder austrocknen kann. Besonders wichtig sind die Anschlüsse an Sockeln, Fenstern, Gesimsen und Attiken sowie sauber ausgebildete Tropfkanten. Bei vorgehängten hinterlüfteten Fassaden müssen die Hinterlüftung und die Entwässerung funktionieren. Auch die Befestigungen müssen statisch korrekt dimensioniert sein und Bewegungen aus Temperaturänderungen aufnehmen können. Bei den Fugen kommt es auf die richtige Ausbildung und das passende Material an. 

  • Bei Projekten wie dem Parkhotel Vitznau mit massiven Blockquadern und dem Stadthaus Rapperswil-Jona mit Zweischalenmauerwerk setzen Sie auf unterschiedliche Fassadentypen. Wann eignet sich welche Konstruktion besonders, wenn es um langfristigen Schutz vor der Witterung geht?

Das hängt von der Architektur, der Lage und den baulichen Anforderungen ab. Das Parkhotel Vitznau ist ein Neubau, dessen Fassade gestalterisch auf den bestehenden Altbau abgestimmt werden musste. Dafür wurden massive Blockquader als Vormauerschale eingesetzt. Sie knüpfen in Masse, Materialität und Wirkung an den Bestand an und fügen sich selbstverständlich ins Gesamtbild ein.

Auch das Stadthaus Rapperswil-Jona ist ein Neubau, bei dem die Natursteinfassade als Vormauerschale im Zweischalenmauerwerk ausgeführt wurde. Hier konnte die Konstruktion von Anfang an in die Planung integriert werden. In beiden Fällen übernimmt die Naturstein-Vormauerschale den äusseren Witterungsschutz, während die dahinterliegenden Schichten entsprechend geschützt werden.

Entscheidend ist nicht, welches System grundsätzlich besser ist, sondern welche Konstruktion zum Gebäude, zum Gestein und zur jeweiligen Beanspruchung passt. Beim Parkhotel Vitznau war insbesondere die Abstimmung auf den bestehenden Altbau entscheidend. Beim Stadthaus Rapperswil-Jona konnte die Natursteinfassade als Zweischalenmauerwerk von Anfang an auf die Anforderungen des Neubaus abgestimmt werden. Beide Beispiele zeigen, dass sich mit unterschiedlichen Konstruktionen langlebige und architektonisch überzeugende Lösungen realisieren lassen.

  • Trägt die Herkunft des Materials konkret zur Wetterbeständigkeit bei, oder ist es vor allem die Kombination aus physikalischer Beschaffenheit des Materials, Verarbeitung und Fassadentyp, die den Unterschied macht? Und was macht ein Projekt dadurch im Sinne des SuperHink besonders auszeichnungswürdig?

Die Herkunft ist insofern wichtig, als unterschiedliche Gesteine unterschiedliche Eigenschaften mitbringen. Porosität, Wasseraufnahme, Festigkeit und Frost-Tau-Beständigkeit beeinflussen, wie sich ein Naturstein unter Witterungseinflüssen verhält. Entscheidend ist aber, dass das Gestein für den vorgesehenen Einsatz geeignet ist und fachgerecht verarbeitet wird. Auch die Konstruktion muss auf das Material und die örtlichen Bedingungen abgestimmt sein.